Praxis für klassische Homöopathie
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similia similibus corentur

Wie wirkt Homöopathie?

 

Ziel der Homöopathie ist die sanfte aber wirkungsvolle Anregung der Lebenskraft.

Der Begriff "Lebenskraft" bezeichnet nichts anderes als das, was wir heute als Selbstregulation unseres Organismus verstehen. Er schließt somit alle energetischen Wirkungen ein, die unsere Lebensprozesse (Organfunktionen, Hormonhaushalt, Abwehrkräfte sowie Emotionen und geistige Fähigkeiten) in einem dynamischen und damit anpassungsfähigem Gleichgewicht erhalten. Unsere Selbstheilungskräfte sind ein Teil dieser Lebenskraft.

Die Homöopathie bedient sich zur gezielte Anregung dieser regulierenden Prozesse eines sorgsam ausgewählten Arzneimittels. Dieses soll die Aktivität und Effektivität unseres Abwehrsystems fördern bzw. die körpereigenen Selbstheilungskräfte sinnvoll unterstützen, so dass beschwerliche Symptome wie Schmerzen, funktionelle Störungen oder seelische Leiden sich verringern oder, wenn möglich, ganz verschwinden.

Damit dies gelingt, bedarf es einer Arznei, die in der Lage ist, einen ähnlichen Zustand im gesunden Menschen hervorzurufen, wie jener, under dem mein Patient gerade leidet (Ähnlichkeitsregel). Vorrangig geht es dabei nicht um die isolierte Beeinflussung biochemischer Prozesse durch von außen eingegebene Substanzen, wie die Ausschaltung von Schmerzempfinden oder die Senkung von Fieber. Statt dessen soll der Mensch wieder in Resonanz mit sich selbst gebracht werden. Blockierte Lebenskraft wird sanft angeregt und beginnt wieder zu fließen. Ein Gefühl von Harmonie stellt sich ein.

Um eine Arznei zu erhalten, die kräftig genug wirkt, um unsere Selbstregulation zu erreichen, gleichzeitig aber auch sicher stellt, dass keine zu heftigen oder gar gefährlichen Reaktionen ausgelöst werden, bedient sich die Homöopathie der Potenzierung. Das heißt, die Rohsubstanz der Arznei wird schrittweise vielfach verdünnt und energetisiert (verrieben oder verschüttelt). Vor allem im Rohzustand giftige Substanzen können so bis unter die Nachweisgrenze verdünnt werden und dennoch ihre milde energieanregende Wirkung bei sicherem Gebrauch beibehalten.


Beispiele zur Verdeutlichung:

  • Würde ich zum Beispiel, nachdem ich mich bei feuchtkaltem Wetter verkühlt habe, anschließend unter reichlich fließenden, wässrigem Schnupfen leiden, der die Nasenlöcher wund macht und welcher dazu noch von ebenso reichlich fließenden, aber milden Tränen begleitet würde, gerade so, wie Sie das vielleicht als einen unangenehmen Effekt beim Zwiebelschneiden kennen, dann könnte Allium cepa, die Küchenzwiebel, ein geeignetes Heilmittel sein (Ähnlichkeitsregel).

 

  • Wähle ich, zum Beispiel für eine Patientin, die unter Migräne leidet, eine Arznei nach homöopathischen Gesichtspunkten aus, so möchte ich einen Impuls setzen, der dem Auslöser ihrer Beschwerden möglichst ähnlich ist und genau da ansetzt, wo die Migräne ihren Ursprung hat. Gelingt dies, wird meine Patientin vielleicht erst einmal emotional stabiler und unabhängiger, während die Migräneattacken immer seltener werden. Zum Vergleich: nimmt diese Patientin stattdessen ein herkömmliches Migräne-/Schmerzmittel ein, so wird dadurch lediglich die Weiterleitung des Schmerzreizes im Nervensystem gehemmt. Die Patientin spürt den Schmerz nicht mehr. Das zugrundeliegende Problem, in diesem Beispiel ein unterschwelliges Gefühl von emotionaler Abhängigkeit, bleibt weiter bestehen und wird auch in Zukunft Migränen oder andere Beschwerden hervorrufen (Ganzheitlicher Ansatz). - Natürlich ist jeder Mensch und damit auch jede Migräne oder andere Erkrankung individuell in ihrer Erscheinungsform. Damit können auch ganz andere Ursachen als Auslöser in Frage kommen.


Warum "Klassische" Homöopathie?


Mich überzeugt die klassische Homöopathie immer wieder aufgrund der tiefen harmonisierenden Wirkung auf den Patienten und das gerade bei minimaler Arzneigabe. Dies wird möglich durch das tiefe Verständnis der Individualität des Patienten und dessen ganz spezifischer Empfindung und seines Umgangs mit den Beschwerden. Desweitern muss eine fundierte Kenntnis der Arzneimittel und deren Anwendung vorausgesetzt werden.

Klassische Homöopathie, vor allem in chonischen und langanhaltenden Krankheitsfällen ist keine Laienmedizin. Hier sind ein umfangreiches Wissen und langjährige Erfahrung Voraussetzung für die optimale Begleitung der Patienten.

Die klassische Homöopathie gründet sich auf die Lehren von Dr. Samuel Hahnemann (1755 - 1843). Als deutscher Artz war er mit den medizinischen Praktiken seiner Zeit unzufrieden und widmete sein Leben der Suche nach den Gesetzmäßigkeiten von Krankheit und Gesundheit. Die von ihm gefundenen Zusammenhäge sind bis heute uneingeschränkt gültig. Grundlegende Paradigmen der klassischen Homöopathie gehen auf ihn zurück, so z, B.:

  • das Ähnlichkeitsgesetz (s. o.),
  • die Potenzierung (s. o.),
  • die Gabe von Einzelmitteln (im Gegensatz zu Komplexmitteln, in denen mehrere Arzneimittel zusammengefasst und gemeinsam verabreicht werden),
  • die Erkenntnis, der optimalen Wirksamkeit der kleinstmöglichen Gabe (so viel wie nötig, aber so wenig wir möglich; kurz:weniger ist mehr).

Darüberhinaus wird die klassische Homöopathie ständig weiterentwickelt, überprüft und vervollkommnet. Es kommen neue Arzneien, Einsichten und Erfahrungen hinzu. Die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten bleiben jedoch weiterhin bestehen, da sie sich auch in der heutigen Zeit immerwieder bestätigen.

 

Die klassische Homöopathie grenzt sich ab von ähnlichen Behandlungsverfahren, die nicht konsequent allen der o.g. Paradigmen folgen. So liegt zum Beispiel der Behandlung mit Komplexmitteln (Komplexhomöopathie) oder Schüsslersalzen eine vereinfachende Sichtweise auf die homöopathische Lehre zugrunde. Die Bandbreite der zur Verfügung stehenden Arzneien ist deutlich geringer, die Einsatzgebiete weiter. Dies ermöglicht einerseits eine leichtere Handhabung, auf der anderen Seite sind diese Anwendungen damit aber weniger spezifisch und die Wirkungen oft entsprechend weniger tiefgehend.

Mit bedacht eingesetzt, können zum Beispiel Schüssler Salze oder Bachblüten in Ergänzung einer klassischen Behandlung eingesetzt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Therapie zu stören. Deshalb bitte ich im eigenen Interesse um Rücksprache bevor Sie während einer Therapie zur Selbstmedikation greifen.

Wenn Sie die Homöopathie oder ähnlich Behandlungsmethoden eigenständig anwenden möchten, beachten Sie bitte, dass vor allem die langfristige Einnahme und insbesondere bei gleichzeitiger Verabreichung von verschiedenen Wirkstoffen (Komplexhomöopathie), eine Veränderung der Symptomatik erzwungen werden kann, die das Auffinden einer tieferwirkenden homöopathischen Arznei erschwert. Hier kann es notwendig sein, nach Absetzen der Medikamente mit einer umfassenden Anamnese einige Wochen abzuwarten, bis sich der ursprüngliche, unveränderte Zustand wieder eingestellt hat.


Hilft Homöopathie auch bei meinen Beschwerden?

 

Die klassische Homöopathie ist ein ganzheitliches Therapiekonzept, das auf Stärkung der allgemeinen Lebenskraft abzielt. Somit gibt es praktisch keine Leiden, bei denen die Homöopathie nicht hilfreiche Unterstützung liefern kann. Wie schnell oder tiefgreifend sie wirkt, hängt neben der Wahl des passenden Arzneimittels und der Schwere der Erkrankung vor allem auch von der Stärke der zur Verfügung stehenden Lebenskraft ab. So kann ein relativ gesunder Mensch (starke Lebenskraft) die gleiche Erkrankung leichter und schneller überwinden als ein Patient mit schwacher Lebenskraft. Eine seit langem bestehende chronische Erkrankung ist somit meist auch langwieriger in ihrer Behandlung verglichem mit einer Erkrankung, die sich kürzlich erst manifestiert hat.

Die Regeneration kann jeweils nur soweit gehen, wie der jeweilige Organismus dazu in der Lage ist. (Ein verlorenes Organ wächst nicht nach. Eine vollkommen erschöpfte Lebenskraft, z. B. im terminalen Zuständen, ist zuweilen kaum noch fähig, angeregt zu werden.) Aber auch hier kann die Homöopathie helften, mit unvermeidlichen Gegebenheiten leichter umzugehen.

Als Heilpraktikerin sind meiner Arbeit durch gesetzliche Regelungen Grenzen gesetzt. So dürfen bestimmte Infektionskrankheiten (siehe Infektionsschutzgesetz §§ 6, 7, 24) nur vom Arzt behandelt werden. Darüberhinaus kann es sinnvoll oder geboten sein, im Rahmen der Sorgfaltspflicht andere Therapeuten oder Ärzte hinzuzuziehen.

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